Die Grenzen des Internet-Marketings 2.0

Die Nutzung des Internets zu Vertriebs- und Marketingzwecken hat sich lange Zeit in rechtlichem Neuland bewegt, was mehr oder minder lautere Methoden zur Kundengewinnung zur Folge hatte. Zwar hat die deutsche Rechtsprechung mittlerweile eine Reihe von Aspekten geklärt, dennoch gibt es im Internet-Marketing nach wie vor Fallstricke für Anbieter von Waren und Dienstleistungen.
Gerade wegen der Entwicklung des Internets von einer reinen Präsentationsplattform bis hin zur sozialen Kommunikationsplattform ergeben sich neue Fragen. War es früher die “Web-Visitenkarte”, mit denen ein Unternehmen auf sich aufmerksam machte so ist es nun die “Community”, also eine Gemeinschaft vongleichgesinnten Nutzern, die den Schlüssel zum Kunden darstellt. Es ist also nicht mehr die Internet-Seite, die den Kunden generiert, es ist der Mix eines Agierens auf unterschiedlichen Plattformen, der die größte Aufmerksamkeit erzeugt.

  1. Google AdWords und AdSense erfassen die von Benutzern der Suchmaschine eingegebenen Suchbegriffe und bieten neben unterschiedlichen  Suchergebnissen auch Internetseiten mit ähnlichen Produkten und Dienstleistungen an. Über Optimierungsfunktionen auf der Internetplattform lassen sich die Trefferquoten optimieren. Strittig ist, in wie weit Markennamen bei dieser Suche benutzt werden dürfen.
  2. In themenbezogenen Foren und Blogs, in denen Benutzer oder auch Produktentwickler ihre Erfahrungen austauschen, treten Unternehmen offen als Förderer und Sponsoren, aber oft verdeckt als “Tippgeber” auf. Unternehmen nutzen Foren und Blogs zur Kommunikation über Produkteigenschaften, aber auch für Feedback von Kundenseite.
  3. Auf YouTube kann ein Unternehmen zielgruppengerechte Videos präsentieren, deren Kosten für Produktion und Verteilung gemessen an der erreichbaren Zielgruppe unschlagbar niedrig sind.
  4. In Verbraucherforen (z.B. ciao.de) können Unternehmen einerseits Ideen für die Produktverbesserung sammeln, andererseits aber auch (inkognito) die eigenen Produktbewertungen verbessern.
  5. Benutzerprofile auf sozialen Plattformen wie Xing oder Facebook dienen dem Austausch gleichgesinnter, aber auch Unternehmen zur direkten Kundenansprache oder Mitarbeiterwerbung.
  6. Nicht zuletzt ist das Suchmaschinen-Ranking immer noch eines der wichtigsten Instrumente, Aufmerksamkeit potentieller Käufer zu gewinnen. Durch die Verbesserung von Algorithmen der Anbieter von Suchmaschinen ist das reine “Metatagging” nicht mehr ausreichend für eine Verbesserung des Suchergebnisses, aber zahlreiche Methoden (wie “Google-Bombing”, Cross-Linking) dienen der Verbesserung des Rankings.
  7. Virales Marketing schließlich nutzt diese Möglichkeiten gleichermaßen. Hier steht der “Hype”, also die gesteigerte Aufmerksamkeit einer Community im Vordergrund. Gelingt es einer Firma, ein Medium so zu gestalten, dass es als “Geheimtipp” im Internet empfohlen wird, weil  es lustig und gut gestaltet sowie informativ ist, so ist das Konzept des viralen Marketing absolut aufgegangen. Bisweilen kommt diese Form des Marketing sogar ganz ohne Herstellernennung aus.

Quelle: http://www.openpr.de/news/314722/Internet-Marketing-2-0-wo-sind-die-Grenzen.html

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